| Köln

"Wir wollen größer werden"

Herr Krücken, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Talk wie Loss mer schwade ins Leben zu rufen?

Markus Krücken: Nachdem ich ein paar Talkrunden in Köln zum Thema Fußball organisiert hatte, kam mir im Sommer 2016 der Gedanke: Warum gibt es eigentlich im Karneval kein regelmäßiges Talkformat? Wo doch so viele Kölner da aktiv sind. Tja, und dann haben wir - mein Partner Eddy Bopp und ich - das einfach gemacht. Beim ersten Loss mer schwade Talk em Hähnche bei unserem Freund Manfred "Schubi" Zender saßen wir im Juni bei 40 Grad drinnen und haben uns quasi selbst interviewt. Doch von Mal zu Mal wurde der Zuspruch und Zulauf mehr. Inzwischen sind wir in Köln eine Marke - und etabliert. Selbstbewusst darf ich sagen, dass die Reichweiten und Rückmeldungen im Netz eindeutig für uns sprechen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir von einem Portal wie Köln.de und dem Express begleitet werden und dass immer mehr namhafte Gastronomen aus der Stadt auf uns zukommen und fragen: Können wir das nicht auch mal bei uns machen? Das zeigt, dass wir für ein "Win-Win" bei allen Beteiligten stehen. Und die Namen der Gäste wie z.B. Wolfgang Bosbach, Heiner Brand, Tom Gerhardt oder Peter Brings sprechen für sich. Beim Renntag in Weidenpesch mit Oliver Kahn wurde sogar ein Pferderennen zum "Loss mer schwade" Cup benannt. Das hätten wir uns vor drei Jahren nicht träumen lassen.

Warum ist das Format bei den Kölnern so beliebt?

Ich denke, durch seinen volksnahen Charakter. Bei Loss mer schwade nimmt sich niemand wichtig. Wir nehmen keinen Eintritt und bieten so jedermann die Möglichkeit, prominente Gesichter hautnah und authentisch erleben zu können. Das geht nur dank Sponsoren wie allen voran WvM, Ewerk Palladium oder Intersport Haeger aus Bensberg, die uns seit Jahren treu unterstützen und im Lauf der Zeit immer mehr geworden sind. Kölner Größen und Unternehmer wie Schubi, Harald Müller, Micky Brühl, Bernd Odenthal, Dr. Wolfgang Auer, Ulrike Haeger und unser Start-Moderator Lukas Wachten haben von Anfang an an uns geglaubt. WvM gehört nun auch schon lange dazu und unterstützt uns auch im kommenden Jahr wieder, wofür wir sehr dankbar sind.

Bei so viel Zuspruch, lohnt es sich zu expandieren, oder?

Das ist auf jeden Fall ein Thema bei uns. Wir wollen größer werden und werden dafür auch in Werbung investieren. Mit JP Weber gewinnen wir einen Top-Entertainer Kölns als weiteren Moderator neben unserem Stefan Jung hinzu. Wir träumen von weiteren Auswärtsspielen in 2020. Als Orte kommen Berlin, Bensberg, der Wörthersee oder Mallorca in Frage. Gerade das Thema EM 2020 sehen wir sehr ambitioniert. Und auf die neue Karnevalssession mit dem genialen Motto „Et Hätz schleiht em Veedel“, das wie die Faust aufs Auge zu uns passt, freuen wir uns natürlich erst recht!

Es klingt, als wäre es für Sie eine Leichtigkeit, ein derartiges Format zu organisieren und am Laufen zu halten.

Keineswegs. So einfach wie es vielleicht klingt, ist es nicht. Wir sind kein TV-Format und unsere Mittel sind begrenzt. Aber das Internet bietet uns große Chancen zu wachsen. Klar ist: Ohne Fleiß und Hartnäckigkeit bekommen wir keine guten Gäste. Und im Team muss man sich bei der Planung auch mal reiben, Loss mer schwade ist keine One-Man-Show. Das wissen Stefan Jung, Eddy Bopp und ich. Der Aufwand lohnt sich letztendlich trotzdem, weil es ein tolles Gefühl ist, nach den Veranstaltungen so viele lächelnde Gesichter zu sehen, Lob zu hören und positive Berichterstattung in der Presse zu lesen. Die Menschen sind dankbar und verzeihen uns so auch manchel technische Pannen. Aber die werden in Zukunft sicherlich kaum noch vorkommen.

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